ZUBEHÖR

Ausstattung

Für Yoga braucht es kaum spezielles Equipment. Wichtig sind bequeme Kleidung, eine möglichst rutschfeste Übungszone und Lust auf Bewegung.

Ich werde oft nach Empfehlungen für Yoga-Ausstattungen gefragt, daher hier ein paar Tipps:

Yogamatte

Grundsätzlich kann Yoga auf jedem beliebigen Untergrund geübt werden. Es braucht keine Matte. Ein Parkettboden geht genauso, wie die Wiese.

Wenn du häufiger übst, kann es angenehm sein, sich eine rutschfeste Yogamatte zuzulegen. Vernünftige Yogamatten halten in der Regel fast ein Leben lang. Spare nicht am falschen Ende. Ein gutes Indiz für ein halbwegs taugliches Material ist der Geruch. Wenn die Matte starke Ausdünstungen hat, ist sie sehr wahrscheinlich mit billigen Kunststoffen produziert und gibt Schadstoffe ab. In dem Fall rate ich vom Kauf ab. Manchmal kommt der Geruch auch erst bei der Benutzung auf. Ich empfehle den Kauf im Fachhandel und möglichst auch Yogamatten zu erwerben, die in Deutschland oder Europa produziert und hergestellt sind.

Lammfell oder Kunststoff? Das hängt davon ab, wie dein Übungsstil ist. Im Yin-Yoga oder Kundalini-Yoga ist eine Lammfell-Unterlage etwas sehr angenehmes. Bei Übungen im Ashtanga- oder Iyengar-Yoga lohnt eine Matte mit sehr gutem Grip. Für die klassischen Hatha-Yoga-Übungen reicht eine normale Matte aus Kunststoff mit rutschfester Oberfläche nach persönlicher Vorliebe. Gewünschten Komfort für die Entspannungssequenzen erreicht man durch zusätzliche Decken.

Yogakissen

Es gibt so viele verschiedene Yogakissen. Je nach Hersteller sind die Bezeichnungen auch noch sehr unterschiedlich. Sich da zurecht zu finden ist manchmal nicht einfach.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Basistypen von Yogakissen: es gibt Meditationskissen und Übungskissen. Die Meditationskissen haben meist eine größere, breitere Sitzfläche und sind relativ weich und formbar. Das kommt daher, weil man während einer Meditation schon mal länger auf dem Kissen sitzt und sich dieses deshalb entsprechend an die eigene Anatomie gut anpassen und bequem sein sollte. Das Übungskissen ist meist etwas fester und höher, weil es während der Übungen unterstützen soll.

Alle Kissen gibt es mit den unterschiedlichsten Füllungen. Polystyrolkügelchen sind günstig, aber eben Plastik. Dinkelspelz ist etwas teurer, dafür aber biologisch unbedenklich und kann auf den Kompost, wenn er nicht mehr gebracht wird. Die Höhe eines Übungskissens ist individuell, daher rate ich dazu, mehrere Kissen auszuprobieren, bevor du eins kaufst.

Wenn du viel übst oder meditierst, vielleicht auch mal im Freien, dann wird deine Kissenhülle auch mal schmutzig. Achte darauf, dass die Hülle waschbar ist und dein Kissen ein separates Innenkissen, ein Inlett, hat. Dann kannst du die äußere Hülle waschen, ohne die komplette Füllung aus dem Kissen nehmen und anschließend wieder hineinbringen zu müssen. Diese Kissen kosten meistens etwas mehr, aber auch hier zahlt sich das durch eine bessere Handhabung aus.

Gurte, Blocks und mehr

Es gibt viele Hilfsmittel, die im Yoga eingesetzt werden können. Manchmal werden spezielle Yoga-Gurte angeboten, da tut es auch ein Tuch oder – je nach Übung – auch ein Theraband. Blocks sind generell empfehlenswert, weil sie in der Übung zu größerer Stabilität verhelfen. Ich persönlich favorisiere die Verwendung von Korkblocks aus Gründen der Nachhaltigkeit und der Hygiene. Kork ist von Haus aus antibakteriell.

Bolster helfen, um bestimmte Haltungen entspannt einnehmen zu können. Hier kann man auch alternativ unterschiedliche Yogakissen zum Einsatz bringen.

Anschaffung

Wenn du zuhause intensiv und regelmäßig übst, kann die eine oder andere Anschaffung von Hilfsmitteln sehr sinnvoll sein. Gerne berate ich dich zu deinem individuellen Bedarf und nenne dir auch solide Bezugsquellen.